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Einspeiser/ Speicher
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    EEG-Umlage bei Eigenversorgung

    EEG-Umlage bei EEG- und KWK-Anlagen

    Durch die EEG-Umlage, die ein fester Bestandteil des Preises für Stromlieferungen ist, wird die Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien refinanziert und auf die Stromkunden verteilt. Von den Übertragungsnetzbetreibern wird die Höhe der EEG-Umlage jährlich ermittelt und auf deren gemeinsamer Internetplattform www.netztransparenz.de veröffentlicht.

    Laut der gesetzlichen Regelung müssen Eigenversorger für den in Ihrer Stromerzeugungsanlage erzeugten und von Ihnen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung selbst verbrauchten Strom („Eigenversorgung“) grundsätzlich gemäß § 61 Abs. 1 EEG 2017 die volle EEG-Umlage zahlen.  In der Regel sind PV-Anlagen mit einer installierten Leistung kleiner 7,69 kWp sowie KWK-Anlagen und sonstige Anlagen mit einer installierten Leistung von kleiner 10 kW und darüber hinaus nicht mehr als 10.000 kWh pro Jahr selbst verbrauchten Stroms von der Umlagepflicht, mit Ausnahme der im Gesetzestext hinterlegten Vorgaben und Bestimmungen, befreit.

    Eine verringerte EEG-Umlage in Höhe von 40 Prozent nach § 61b EEG 2017 wird fällig bei EEG-Neuanlagen oder bei KWK-Anlagen, wenn es sich um eine hocheffiziente KWK-Anlagen mit einem Monats- oder Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 % nach den §§ 61 c EEG 2017 handelt. Eine Inanspruchnahme dieser verringerten EEG-Umlage ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass der Anlagenbetreiber fristgemäß seinen Mitteilungspflichten nachkommt. Andernfalls erhöht sich die zu zahlende EEG-Umlage auf 100 %.

    Sämtlicher eigenverbrauchter Strom muss des Weiteren in der Regel gemäß § 62b Abs. 1 EEG 2017 mit geeichten Messeinrichtungen erfasst werden.

     

    Meldepflichten des Anlagenbetreibers

    Nach § 74a Abs. 1 EEG 2017 müssen Eigenversorger/Letztverbraucher dem zuständigen Netzbetreiber – soweit noch nicht geschehen – unverzüglich alle Angaben übermitteln, die dieser zur Prüfung der EEG-Umlagepflicht für den in der Stromerzeugungsanlage erzeugten und für die Eigenversorgung oder zu sonstigen Zwecken verbrauchten Strom benötigt. Das gilt insbesondere, soweit sich seit der letzten Meldung relevante Änderungen ergeben haben.

    Die Meldung muss gegenüber uns als Ihrem Netzbetreiber erfolgen, wenn Sie den Strom aus Ihrer Anlage ausschließlich selbst verbrauchen und darüber hinaus etwaigen Überschussstrom an uns liefern oder ein Direktvermarktungsunternehmen eingeschaltet haben. Wenn Sie Strom direkt an einen anderen Letztverbraucher liefern, muss die Meldung gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber (Name, Anschrift) abgegeben werden.

    Keine Meldepflicht besteht nur, wenn dem Netzbetreiber die erforderlichen Informationen bereits nachweislich vorliegen, z.B. wenn sie im Rahmen der Inbetriebsetzungsmeldung bereits übermittelt wurden.

    Keine Meldepflicht gilt, wenn die installierte Leistung der Stromerzeugungsanlage 1 kW nicht überschreitet (bei PV-Anlagen: 7,69 kWp). Änderungen sind stets unverzüglich mitzuteilen.

    Die nachfolgenden Meldebögen stellen Formularvorgaben der Leitungspartner GmbH nach § 74a Abs. 4 EEG 2017 (neu) dar und sind somit zwingend durch den Eigenversorger zu nutzen, soweit diese Angaben nicht bereits auf Basis der geltenden Rechtslage erfolgt sind. Andernfalls droht die Erhöhung der EEG-Umlage für die gemeldeten Strommengen nach § 61i EEG 2017 (neu).

    Fragebogen EEG-Umlage Neuanlagen

    Fragebogen EEG-Umlage Bestandanlagen

    Wenn die Mitteilungspflicht nicht bis zum 28. Februar des Folgejahres erfüllt wird, wird die entfallende oder verringerte EEG-Umlage gesetzlich für das jeweilige Kalenderjahr rückwirkend um 20 Prozentpunkte erhöht (§ 61i Abs. 2 EEG 2017 (neu)). Diese Sanktionsfolge greift seit der Pflichtmeldung zum 28. Februar 2018 für das Kalenderjahr 2017.

    Die Jahresmeldung der für die Abrechnung der EEG-Umlage erforderlichen Angaben, insbesondere die Mitteilung der EEG-umlagepflichtigen Strommengen, muss wie bislang bis zum 28. Februar des Folgejahres erfolgen (§ 74a Abs. 2 EEG 2017). Erfolgt diese Meldung nicht fristgerecht, fällt auf die ggf. umlagereduzierten Strommengen die volle EEG-Umlage an (§ 61i Abs. 1 EEG 2017 (neu)).

     

    Ausnahmeregelungen für Bestandsanlagen

    Auf EEG-Eigenstrom aus Bestandsanlagen wird keine EEG-Umlage erhoben, wenn die Bestandsanlage vor dem 01.08.2014 betrieben und bereits vor dem 01.08.2014 zur Eigenversorgung genutzt wurde sowie die Voraussetzungen nach § 61e oder § 61f EEG 2017 vorliegen.

    Bitte beachten Sie, dass nach einem Betreiberwechsel einer Bestandsanlage nach dem 01.08.2014 die Anlage als Neuanlage gilt, sodass EEG-Umlage fällig wird.

     

    Verbrauch durch Dritte

    Bei der Versorgung von Dritten ist der Übertragungsnetzbetreiber für die Abwicklung der EEG Umlage zuständig. Für das Netzgebiet der Leitungspartner GmbH ist dies die Amprion GmbH.

    Diese Meldungen an den Übertragungsnetzbetreiber müssen bis zum 31. Mai des Folgejahres an Amprion erfolgen.

    Weitere Informationen entnehmen Sie bitte aus deren Internetseiten.

     

    EEG Umlage bei Speichern

    Auch Speicher sind Stromerzeugungsanlagen im Sinne des EEG 2017. Für die EEG-Umlage bei der Zwischenspeicherung von Strom gelten die besonderen Voraussetzungen gem. § 61l Abs. 1 bis 1c EEG 2017 (neu). Je Anlage – und damit auch je Speicher, der für die Eigenversorgung oder Eigenerzeugung genutzt wird, ist ein gesonderter Bogen auszufüllen.

    Die EEG Umlage für den eingespeicherten Strom reduziert sich innerhalb der Saldierungsperiode in der Höhe und dem Umfang, in der EEG Umlage für den ausgespeicherten Strom gezahlt wird, höchstens auf Null. Strom für Speicherverluste ist von der EEG Umlage befreit. Auf der Grundlage der von Ihnen zum jeweiligen Ende der Saldierungsperiode mitgeteilten Zählerstände setzen wir diese Privilegien um. 

    Für die Abwicklung der EEG-Umlage bei Stromspeichern nach § 61l Abs. 1 EEG 2017 (neu) haben die Übertragungsnetzbetreiber ein Excel-Tool mit Hinweisen zur Verwendung zur Verfügung gestellt.

    Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemein über eine ggf. bestehende Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage gegenüber dem Netzbetreiber informieren können. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Pflichten, die Sie im Hinblick auf die von Ihnen betriebene Anlage treffen sowie möglicherweise bestehende Mitteilungspflichten gegenüber der Bundesnetzagentur oder dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH müssen Sie in eigener Verantwortung prüfen und erfüllen.

    Störungshotline

    Im Falle einer Störung erreichen Sie unsere Notdienste rund um die Uhr kostenlos unter dieser Nummer:
    0800 4865-111

    Netzanschlussportal

    Hier gelangen Sie zum neuen Netzanschlussportal der Leitungspartner, um Ihre Netzanschlüsse zu bestellen oder anzufragen.